Hungry Ghost Festival
Die Chinesen glauben, dass sich am 14. oder 15. Tag des 7. Monats des chinesischen Mondkalenders (Monat August) die Höllentore öffnen, um tote Seelen freizugeben, damit sie für einen Monat die Strassen der Lebenden durchstreifen können.
Sei es nun Wahrheit oder Legende, das Festival der hungrigen Geister ist einer der Hauptevents der chinesischen Gemeinden in Malaysia.
Die Chinesen sind während dieser Periode besonders abergäubig und versuchen zu vermeiden, dass sich Kleinkinder zu weit vom Haus entfernen. Am Strand zu spazieren oder gar zu Schwimmen ist schon gar nicht angesagt. Die bösen Geister könnten diese Chancen nutzen, um die Menschen ins Jenseits zu holen.
Kein Chinese wird in dieser Zeit umziehen oder gar heiraten, da diese Aktionen Unglück bringen. Auch versuchen sie generell zu vermeiden, im August zu sterben(!?!).
Die toten Verwandten und Freunde werden zu der mehrtägigen Festlichkeit eingeladen. Fackeln und Lichter entlang den Strassen, zeigen den Seelen den Weg zu dem Festplatz, wo Freiwillige für die hungrigen Geister und die hungrigen Lebenden kochen.
Meterhohe "Joss Sticks" glimmen vor sich hin und Höllengeld wird in unglaublichen Mengen verbrannt. Auch Papierkopien von den essentiellen Gütern des täglichen Lebens, wie Kleidung, Schuhe, Fernsehapparate, Radios und selbst Autos und andere Luxusgüter werden durch das Feuer den Geistern übergeben. Ein beliebtes Brandopfer sind Mobiltelefone und der neueste Schlager im Angebot für Feuergaben ist das dazugehörige Ladegerät.
Damit aber noch nicht genug. Es wird auch für die Unterhaltung der toten Seelen gesorgt. Auf einer Bühne werden Chinesische Opern, Puppenspiele und Rockkonzerte dargeboten.
Man hofft, mit diesem Überfluss an Geschenken und Genüssen, die Geister friedlich zu stimmen, damit sie den lebenden und nachfolgenden Generationen wohlgesonnen sind und Schaden von ihnen abhalten.
Der 30. Tag des 7. Mondes ist der letzte Tag des Festivals und die Papiergötter werden in einem riesigen Feuer verbrannt. Um Mitternacht gehen die Geister in den Hades (die Hölle) zurück und die Tore werden hinter ihnen für ein weiteres Jahr geschlossen.
Erleichtert, zufrieden und in der Überzeugung, dass sie ihre Verpflichtungen den toten Verwandten und Vorfahren gegenüber erfüllt haben, wenden sich die Chinesen wieder ihren alltäglichen Aufgaben zu, zumindest bis zum nächsten Festtag.
Die Legende hinter dem "Hungry Ghost Festival"
Vor langer Zeit lebte ein junger Mann, Mu Lian, zusammenund mit seiner verwitweten Mutter . Sie war eine eine selbstsüchtige Frau, die oft Bettler abwies, die um etwas Essen baten. Sie liebte es ueber die Armen und ihre schmutzige Kleidung zu spotten und der einzigeder ihr wichtig war, war sie selbst.
Mu Lian im Gegensatz wa reine freundliche Seele. Er war eine freundlicher Mensch und immer bereit, jedem zu helfen, der in Not war. Eines Tages entschloss er sich, Mönch zu werden.
Das gefiehl seiner Mutter aber gar nicht. Sie schalt ihn einen nutzlosen Sohn, der lieber arbeiten gehen soll um sie mit seinem Geld zu unterstützen, denn Geld und Luxus bedeuteten ihr mehr als alles Andere.
Als sie sah, dass ihr Sohn sich nicht von seinem Vorhaben abbringen liess, brütete sie einen Plan aus. Sie wollte den Mönch, der ihr den Sohn "wegnehmen" wollte zu überlisten. Es war damals, und ist immer noch üblich, den Mönchen Essen anzubieten. Da die Mönche aber Vegetarier sind, sollte diese Nahrung kein Fleisch enthalten. Das war ihr aber egal und sie mischte dem Mönch heimlich tierische Bestandteile unter das Essen.
Die Bestrafung dafür folgte aber auf dem Fusse und sie wurde geradewegs in die Hölle geschickt.
Mu Lian wollte die leidende Seele seiner Mutter retten und wagte sich in die Hölle hinein. Bald fand er auch seine Mutter auf einem Nagelbrett, eine Schüssel mit Blut in der Hand haltend.
Mu Lian versuchte, ihr etwas Nahrung einzuflössen, aber alles was er ihr gab, verwandelte sich umgehend in Feuer oder Blut. Die Lage war hoffnungslos und er konnte seiner Mutter nicht helfen. Er ging nach Hause zurück und begann zu beten.
Die Legende sagt, dass Buddha die Gebete Mu Lian's hörte und Mitleid hatte. So veranlasste Buddha, dass einmal jährlich, sind die Tore der Hölle geöffnet werden, damit die verlorenen Seelen duch die Strassen streifen und essen können.
Deshalb findet seit dem jedes Jahr am 7. Tag des 7. Monats im chinesischen Mondkalender das Festival der hungrigen Geister statt. Es wurde zu einer der fünf Hauptfestivals in der chinesischen Kultur.
Nahrung und Getränk werden nachts im Freien angeboten, damit die Geister nicht die Häuser betreten und dort Unheil anrichten.
Traditionell gibt es gedämpftes süsses Brot. Laternen werden angezündet damit die die Geister zu den Festen finden, die für sie ausgerichtet werden. Höllengeld (Papiergeld) wird als Opfer für die Geister verbrannt, damit sie es zurück zu Hölle nehmen und dort ausgeben können. Um sicher zu sein, dass die Seelen nicht auf dumme Gedanken kommen, unterhält man sie rund um die Uhr mit chinesischen Opern und Musikvorführungen.
Die Bilder wurden am Hungry Ghost Festival 2002 auf der Insel Langkawi aufgenommen.
|