Der Tunku Abdul Rahman Park in Sabah im Nordosten von Borneo besteht aus eine Gruppe von fünf Inseln, die zwischen drei und acht Kilometern von Kota Kinabalu entfernt liegen. Der Park erstreckt sich über 4929 Hektar. Zwei Drittel davon sind vom Meer bedeckt. Vor der Eiszeit bildete es einen Teil der Crocker-Kette aus Sandstein und Sedimentgestein auf dem Festland. Zum Ende der Eiszeit hin, vor ca. einer Million Jahren, verursachte das schmelzendes Eis, Veränderungen des Meeresspiegels und ein Teil des Festlandes wurde vom Meer abgeschnitten und bildete die Inseln Pulau Gaya, Pulau Sapi, Pulau Manukan, Pulau Mamutik und Pulau Sulug.
Man kann noch Spuren dieser Veränderungen an den freiliegenden Sandsteinen der Küste sehen. Die Schönheit dieser Umgebung gepaart mit seiner Nähe zum Festland macht diese Inselgruppe zu einem beliebten Ausflugsziel der Picknicker, Taucher und Naturliebhaber. Um die natürliche Urnwelt mit ihren Korallenriffen, Meerestieren, ihrer Flora und Fauna zu schützen, wurde zuerst 1974 Pulau Sapi und 1979 die drei Nachbarinseln zum Nationalpark erklärt.
Die Pflanzenwelt besteht aus einer Mischung von typischer Küstenvegetation wie zum Beispiel Pandanus Dubius und Podocarpus Polystachyus und den Dipteracarpaceen. Für die letzteren steht der Keruing mit seinen engen Kronen aus grossen, dunkelgrünen Blättern und den einzigartigen, gefurchten, zweifIügligen Früchten. Seraya, Kapur und Selagan Batu findet man ebenfalls im Überfluss. Die einzige unberührten K(isten Dipterocarpaceen Wälder finden sich auf Pulau Gaya, wo man viele Hopea Phillipineansis und Quassia Bomeensis finden kann. Die Fischschwanz- und die Nibongpalmen gedeihen in den schattigen Schluchten.
Der Park ist Heimat für Bartschweine, Pangolins, Eichhörnchen und Affen. Schlangen und Monitorechsen stellen die Reptilienbevölkerung. Grosse Vögel wie zurn Beispiel der Weissbrüstige Seeadler, der Scheckige Nashornvogel und der Grüne Reiher kommen sehr zahlreich vor. Kleinere Arten wie der Sandpfeifer, die Rosahals-Grüntaube, der Bulbul, der Fliegenfänger, der Sonnenvogel und die Schwalbe finden ebenfalls in der ruhigen Umgebung des Parks eine Heimstatt. Einer der bemerkenswertesten Vögel ist der Megapode oder Burung Tambun. Er hat grosse Füsse und miaut wie eine Katze. Er legt seine Eier in grosse Sand- und Blätterhaufen am Rande des Strandes. Die Gärung der Blätter erzeugt Hitze, die notwendig ist, um die Eier erfolgreich auszubrüten.
Die besten Korallenriffe sind die zwischen Pulau Sapi und Pulau Gaya. Die bunten und zart-schönen Korallen sind lebendige Organismen, die sich vom Plankton ernähren, der im Meer schwebt. Die Riffe beheimaten viele verschiedene Fischarten, in allen Formen und Farben des Regenbogens: Schmetterlingsfische, Clownfische mit hellgelben und weissen Streifen sowie Drachenfische; auch grössere Arten wie den Roten Garoupa, Barracuda und Katzenfisch. Andere Formen des ozeanischen Lebens schliessen Mollusken, Riesenmuscheln, Seegurken, den wunderschönen Feder-Seestern, Seeigel in strahlenden Farbschattierungen, Kaurimuscheln und Skorpionmuscheln ein.
Pulau Manukan
Das wie ein Bumerang geformte Manukan ist mit 51 Morgen Land die zweitgrösste Insel dieser Gruppe. An der Süd- und Ostküste sind einige schöne Strände. Das Wasser um die Insel ist kristallklar und ideal zurn Schnorcheln, Tauchen und Schwimmen. Pfade führen um die Insel und bieten endlose Stunden aufregender Wanderungen im angenehm kühlen, schattigen Wald.
Einrichtungen wie Chalets, ein Klubhaus, Restaurants, Souvenircenter, Tauchzentrum, Schwimmbecken, Tennisplätze und Squashcourts sorgen für einen abwechslungs- und erlebnisreichen Aufenthalt.
Es gibt 20 Holzhütten, die an einem üppig grünen Abhang zum Meer hin liegen. So übernachtet man inmitten eines Gartens sich wiegender Palmen und bunter tropischer Blüten - ein ideales Quartier für ein Wochenende voller neuer Eindrücke.
Hier kann man Übernachtungen reservieren:
Kinabalu Gold Resorts Sdn. Bhd
Lot 3.46 & 3.47, 3rd Floor
Block C, Complex Karamunsing
88300 Kota Kinabalu
Tel : 088-243629, 245742
Fax: 088-242861
Pulau Mamutik
Mit nur 15 Morgen die kleinte Insel der Gruppen. Trotzdem ist sie mit reichem Korallenleben gesegnet, das die Insel wie eine bunte Unterwasser Schatzkammer umgibt. Die seltene Weisse Distichopora und Reddendrophyllia kann man an der Nordostspitze des Riffs sehen. Dies ist der Ort für den Taucher und Schnorchler.
Einrichtungen wie Umkleidekabinen und Toiletten, Oberdachte Picknickpl5tze und Tische stehen dem Tagesausflügler zur Verfügung. Es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten auf der Insel, aber man darf mit vorheriger Erlaubnis der Parkverwaltung dort einZelt aufschlagen.
Pulau Sulug
Diese Insel von 20 Morgen Land ist am weitesten vom Festland entfent und deshalb am wenigsten torutistisch erschlossen. Die Insel ist weitgehend unberührt und deshalb ideal für Leute, die Stille und Abgeschiedenheit suchen. Die Küsten sind grösstenteils felsig, mit wunderschönen Riffen am südlichen Ende. Korallen wie die Acropora, Echnipora, Montipora und Seriapora sind eine Augenweide mit ihrer Vielfalt, ihren zarten Formen und leuchtenden Farben.
Es gibt dort Umkleidekabinen und Toiletten.
Weiterhin stehen Tagesausflüglern überdachte Picknickplätze und Tische zur Verfügung. Es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten, aber man darf mit vorheriger Genehmigung der Parkverwaltung auf der Insel im Zelten.
Pulau Sapi
Diese kleine Insel von 25 Morgen lockt mit den schönsten weissen Sandstränden und kristallklarem glitzerndem Wasser. Die Küste ist von wunderschönen Korallenriffen gesäumt, ideal zurn Schnorcheln, Tauchen und Schwimmen. Wer die Unterwasserschätze trockenen Fusses erleben will, der kann eines der Glasboden-Boote mieten. Wanderpfade führen durch das Innere der Insel. Es gibt keine Übernachtungsmöglichkeiten, aber Oberdachte Picknickplätze, Grillplätze, Tische, Umkleidekabinen und Toiletten stehen zur Verfügung. Mit Erlaubnis der Parkverwaltung darf man auch hier zelten.
Pulau Gaya
Die grösste Insel liegt etwa 24 km von Kota Kinabalu entfernt. Die Insel ist 3665 Morgen gross und hat eine Küste von 26 km Länge. Die beliebtesten Strände mit feinem weissen Sand sind Bulijong Bay und Police Beach, eine Viertelmeile wunderschönen Strandes, der sanft in die kristallklare Bucht abfällt, perfekt zurn Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen.
Der unberührte Küsten-Dipterocarpaceenwald macht Pulau Gaya zu einem idealen Wandergebiet. Naturpfade durch die Inselwälder ermöglichen, die hier lebenden Pflanzen und Tierarten zu studieren.
Es gibt Schutzhütten, Umkleidekabinen und öffentliche Toilettenanlagen.
Von der Anlegestelle in Kota Kinabalu fahren täglich Boote zum Park und zurück.
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