Im Distrikt von Sri Aman liegt auf einer Fläche von 24.040 Hektar der Batang Ai Nationalpark, der im Jahre 1991 eingerichtet wurde. Er beherbergt in seiner ausgedehnten Wildnis viele geschützte Tierarten. Er dient auch als Wassersammelbecken für einen riesigen künstlichen See, der durch den Bau des Batang Ai Staudamms entstanden ist. Der See erstreckt sich bis hin zu den Engkari- und Ai-Tälern. Seine weite riesige Fläche schafft eine friedliche und ruhige Atmosphäre. Die Hauptverkehrsadern im Park sind die schnellfliessenden, klaren Flüsse, in denen sich das Laub der Bäume spiegelt.
Die Gegend ist reich an üppigen Tieflandmischwäldern mit Dipterocarpaceen, in denen der Orang Utan lebt. Dieser Menschenaffe steht weit oben auf der Liste der gefährdeten Tierarten und ist der grösste Primat mit eine Körpergrösse von bis zu 1, 50 Meter und einem Gewicht von bis zu 200 Kilogramm. Er baut sich ein Nest hoch oben in den Bäumen und schläft dort nachts. Der Park bietet auch vielen anderen geschützten Tierarten eine Heimstatt, wie dem Nashornvogel und dem Gibbon.
Ein paar Tage sollte man bleiben, wenn man die Schönheit und Ruhe der Umgebung auf sich wirken lassen will und die einheimische Kultur kennenlernen möchte.
Die Anreise flussaufwärts kann schon ein sehr aufregendes Abenteuer werden. Stellt Euch vor, wie Ihr den reissenden Fluss hinauffahrt, und die Blätter der Bäume auf beiden Seiten des Flusses bis auf die Wasseroberfläche herunterhängen. Während der Trockenzeit, wenn der Wasserspiegel tagsaber sinkt, muss man aussteigen und das Boot über die flachen Sellen schieben.
Es gibt vier markierte Dschungelpfade im Park. Zusätzlich zu den üblichen Pfaden durch die Dipterocarpaceenwälder führen diese Wege auch durch alte Sekundärrwälder und durch Felder. Urn den "Indiana Jones" in Euch zufriedenzustellen, führt ein Pfad sogar durch eine uralte Begräbnisstätte der Einheimischen.
Schaut auch bei dem Langhaus der Than vorbei und lernt etwas über deren traditionellen Lebensstil. Die Than Sind für ihre aufwendig gearbeitetes Kunsthandwerk bekannt, wie das schön gewebte "Pua Kumbu", den "Selabit", Rattanrucksäcke, die in faszinierender Mustern gewebt werden, Rattanmatten sowie Gefässe zurn Wasserholen.
Im Augenblick gibt es noch keine Unterküinfte innerhalb des Parks, aber mehrere Langhäuser ausserhalb bieten einfache Schlafplätze und die Chance, aus erster Hand etwas über den Lebensstil der Einheimischen zu erfahren.
Die örtliche Gemeindekooperative bietet Bootsfahrten zurn Park und innerhalb des Parks an.
Besuchern wird empfohlen, die Dienste der Kooperative zu nutzen, da der Erlös in laufende Entwicklungsprojekte im Park, investiert wird.
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