Die Malays sind die dominante ethnische Gruppe in Südost Asien. Es ist kein Wunder, dass sich das seefahrende Volk, das ungefähr 21% der Bevölkerung ausmacht, an den Küsten und den HauptflüssenSarawaks niederliess.
Die Malays in den Dörfern an den Flussufern sind meist Fischer. Diejenigen die weiter im Inland siedelten sind Reisbauern. Viele von ihnen sind aber auch in die Städte gegangen, wo sie sich stark im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft einsetzen.
Die Malays waren die erste Völkergruppe, die in Südost Asien zum Islam übergetreten ist. Das geschah etwa im 10. Jahrhundert. Sie haben den islamischen Glauben exklisiv angenommen, d.h. wer ein Malay ist, ist auch automatisch ein Muslim.
Die Malays haben eine koplexe und hochgradig künstlerische Kultur. Sie sind bekannt für ihre wundervoll gearbeiteten Holzhäuser, von denen viele noch immer an den Flussufern und in den nahen Kampungs (Dörfern), wie dem Kampung Bakoin der Nähe des Nationalparks, stehen.
Auch als Weber sind sie Meister, was die bekannten "Kain Songket" ( Stoff mit Gold und Silberfäden gewebt) beweisen. Auch Silber- und Messingwaren werden von ihnen hergestellt. Malayische Literatur spielt auch eine grosse Rolle in ihrem Leben. "Pantuns" (allegorische Gedichte) sind bei Jung und Alt gleichermassen beliebt.
Das Sinnbild malayischer Kultur aber ist der "Kris", der hervorragend gearbeitetes spitzes Messer, das oft mit magischer Kraft in Verbindung gebracht wird. In früheren Tagen war kein Malay complett gekleidet, ohne sein Kris zu tragen. Heute noch tragen viele Männer ihr Kris zu besonderen feierlichen Anlässen.
Das Sarawak Museum hat eine besonders grosse Sammlung dieser hochverzierten und sehr tötlichen Waffe.