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Teil 2
Nun begann der Stress. Ticket nach Medan besorgen. Nächster Tag
Abflug. 4 Tage Aufenthalt in Medan. Tickets nach Madagaskar organisieren, was sich als
schwieriger herausstellte, als ich dachte. Das hiess alleine zwei Tage Rennerei. Doch dann
war es geschafft. DieWeiterreise war gesichert. Am Morgen des 12ten
August ging mein Flug nach Singapore. Dort jedoch schon wieder Stress. Ich sollte dort
meinen Flugschein nach Madagaskar am Schalter der Air Mauritius abholen. Dieser wurde aber
erst zwei Stunden vor dem Abflug geöffnet. Raus aus dem Transitbereich konnte ich nicht,
hatte ja kein Ticket. Das hiess also sieben Stunden im Transitbereich des Shangi Airport.
Ein Alptraum für einen Kettenraucher wie mich. Nach stunden- und kilometerlangen
Spaziergängen zwischen den Läden und den Raucheraquarien der Duty Free Ebene, ging es
endlich weiter.
Einchecken und ab nach Mauritius. Dort einen Tag und 2 Nächte Stopover.
Am folgenden Tag ab nach Antananarivo, der Haupstadt von Madagaskar.
Am Flughafen erwarteten mich 2 freundliche junge Männer. Sie packten
mich in einen Landcruiser und brachten mich in das Citycamp der Company. "Also morgen bleibst Du noch hier und übermorgen fährst Du in die Berge. "Was heisst hier Berge?", fragte ich "und was ist soll ich überhaupt hier tun?". "Das wird Dir der Boss im Stadtbüro morgen erklären", sagte Ray, der normalerweise Einkäufe in der Stadt organisierte.
Am nächsten Tag traf ich meinen Chef. "Also", sagte er,
"wir sind ein Seismic Team und arbeiten für eine bedeutende Ölfirma. Unsere Jungs
da draussen versuchen Ölvorkommen aufzuspüren. Etwa auf halber Strecke haben wir ein
Versorgungslager (Supply Camp). Das wirst Du leiten. Sorge einfach dafür, dass die Jungs
bekommen, was sie brauchen. Morgen fährst Du in die Berge. Da ist der Hund begraben, sag ich Dir. Aber Dein Freund Bob ist schon da und wird Dich über alles weitere aufklären. Und tschüss". So, jetzt wusste ich zwar etwas mehr aber immer noch nicht viel.
Am nächsten Morgen um sechs Uhr war die nacht vorbei, wie übrigens die
nächsten 80 Nächte auch. "Frühstück ist fertig". Die zwei guten Feen im Stadtcamp
hatten aufgetischt. Dann ging es ab im Landcruiser. Durch das noch vernebelte Antananarivo hinaus nach Westen. Langsam zog sich die "Route Nationale #1". die jedoch den Namen "Strasse" nicht verdient hat, durch kleine Orte und hügelige Landschaft
hinauf in die Berge. Der Fahrer hatte manchmal Mühe, den Geländewagen durch den bis zu 30
Zentimeter dicken Staub zu manöverieren und den zahllosen Schlaglöchern auszuweichen.
Ich hatte das Gefühl, das ganze Land besteht aus Staub. Rotem Staub, der alles
einhüllt. Natur, Mensch und Tier. Einfach alles. Er dringt durch die Ritzen unseres
Fahrzeuges und langsam setzen wir "Erde" an.
Nach fünfstündiger, holpriger Fahrt erreichten wir die nächste grössere Stadt mit dem Namen Tsiroanomandidy. Dort machten wir Mittagspause. Das Stangenweissbrot und der Käse, den wir in einem Krämerladen erstanden, war überraschender Weise genau so ausgezeichnet wie das Yoghurt und das Bier.
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Eine Siedlung in Antananarivo, der
Hauptstadt von
Madagaskar |
Route Nationale # 1 |
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Dorf auf dem Weg |
Noch ein Dorf |
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Landschaft |
Alles Wurscht |
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