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Teil 3
Tsiroanomandidy, das war dann so etwa die letzte
Ansammlung von Häusern, die ich in den nächsten drei Monaten zu sehen bekam. Die Piste führte weiter westwärts für etwa 3 Stunden durch die einsame, grassbewachsene Berglandschaft von Madagaskar. Plötzlich, inmitten von Nirgendwo, am Arsch der Welt, ein Zeltlager.
Es war wie Begegnung mit einer anderen Welt. Beduinenzelte prägten den
Charakter des Supply Camps. Welcome in Paradise", begüsste mich Bob, ein langjähriger Freund. "Hier sieht's ja aus, wie bei den Scheichs", sagte ich. "Ja, und Du bist hier ab heute der Stammesfürst" antwortete Bob. Ausserdem erfuhr ich, dass das "mein Reich" mitten im Gebiet der Viehdiebe lag und das Militär ständig Schiessereien mit diesen Banditen hatte.
Die nächsten paar Tage zeigte mir Bob was ich so zu tun hatte. Und das erschien mir eine ganze Menge. Den Fuhrpark überwachen, ständig auf dem laufenden sein, was im Hauptcamp benötigt wird an Essen, Getränken, Diesel, Benzin, Kerosin für die Helikopter und den Doppeldecker. Nicht zu vergessen das Dynamit.
Ich hatte eine Ahnung von Flugbenzin wie die Kuh vom Sonntag aber Bob klärte mich in kürzester Zeit auf. Das war auch nötig, denn ich musste diese fliegenden Ungeheuer betanken und ausserdem immer auf der Hut sein, dass genug von dem kostbaren Nass in meinem Lager ist. Und das war, wie Ihr inzwischen wisst, eine ganze Ecke weg vom "normalen Leben". Bestellen musste ich beim Stadtbüro per Funk. Das alle Gespräche in Neudeutsch, der anglosächsischen Version unserer Sprache gehalten werden mussten, erleichterte meine Aufgabe nicht gerade. Meine Gesprächspartner und Kollegen waren nämlich Briten, Schotten, Amerikaner, Kanadier und last not least Australier. Auch als ich erfuhr, dass ich auf einem Container mit ca 10 Tonnen Sprengstoff sass fühlte ich mich nicht gerade erleichtert. Davon ich nämlich genau so viel Ahnung, wie von Flugbenzin.
Aber diese Crashkurse sind halt einmalig. Friss oder stirb, im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich musste ich die physische Arbeit nicht selbst ausführen. Ich hatte einen einheimischen Campboss, der leidlich Englisch verstand, an meiner Seite. Dieser wiederum hatte einen stellvertretenden Campboss, der nur Englisch verstand, wenn er es wollte. Letzterer hatte 3 Helfer, von denen in der Regel einer die Arbeit letztendlich ausführte. Bob und Jacque der Campboss verliessen das Camp 4 Tage nach dem ich eintraf.
Nun hatte ich gar niemanden mehr der sich auskannte. Und niemanden, mit dem ich gescheit hätte kommunizieren können. Aber nach einigen Freiübungen und zig Versuchen in der Taubstummensprache entschloss ich mich ab und zu ein paar Worte in "deutsch" zu sagen. Das verstanden sie dann alle sehr gut und ein paar Tage später lief der Laden fast reibungslos.
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| Supply Camp... |
...meine neue Heimat... |
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...für die nächsten 3 Monate. |
Zelte, Zelte... |
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| ...Scheich Emmes und.. |
...seine Befehlszentrale. |
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| Das Hochheilige,... |
....Campboss und Assistent,... |
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...ein Arbeiter und eine Zuschauer. |
Irgendwie musste das Zeug aber... |
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| ...auf die Trucks... |
...oder aus den Tankern. |
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| Aber am Ende.... |
...wird alles gut und alle... |
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| ...helfen mit. |
Sie lächeln immer wenn man sie... |
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| ...anschaut, aber so manch einer zeigte... |
...mir mit Sicherheit einen Vogel. |
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