Am besten jedoch funtionierte die Küche. Was die 3 Mädels da auf
Holzkohlefeuer zauberten. war einfach himmlisch. Zum Frühstück gab es Käse, frisches Stangenweissbrot, Croissants, Butter und Marmelade. Auch Cornflakes standen immer bereit.
Das Mittag- sowie das Abendessen war jedesmal ein drei bis vier Gänge Menü. Fast wie im Grandhotel. Das war aber auch nötig. Denn nur in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Und gesunden Geist brauchte ich auf dem Berg. Es war nämlich nicht nur kalt dort oben, sondern auch brandig heiss. Denn da war noch der Container mit ca. 10 Tonnen Dynamit samt Zündern. Die wollten bewacht und transportiert werden. Das Hauptcamp war immer knapp an Sprengstoff und Flugbenzin. Auch wurde die Produktion mit Hochdruck vorangetrieben, da der Job vor Beginn der Regenzeit fertig sein musste.
Bei Regen war die Gegend nämlich unbefahrbar und wir hätten eine Menge Material und Instrumente dort lassen müssen. Praktisch wirkte sich dieser Zustand so aus, dass alles auf die letzte Minute bestellt wurde und immer musste es "hopp, hopp" gehen. Das allerdings trug nicht gerade zur Sichereit bei und ich hatte so manche stressige Auseinandersetzung mit meinen Chef's.
Durch das Motto: "Kanonen statt Butter" blieben wir leider oft auf Fleisch und anderen Lebensmitteln sitzen, die eigentlich für das Hauptcamp bestimmt waren. Wobei wir wieder bei der Küche wären.
Des einen sin Uhl ist des anderen Sonnenschein oder so ähnlich. Wir assen so überschwenglich, das der Ruf unserer Küche bald über das ganze Land eilte und jeder, der seine Zeit so einteilen konnte, dass er bei uns eine oder mehrere Mahlzeiten einnehmen konnte, griff die Gelegenheit beim Schopf.