Kennt ihr den Film "Anna und der König" mit Jodie Foster und Chow Yun Fat? Nein? Nicht schlimm, ich habe ihn auch nicht gesehen, obwohl ich Jodie Foster als Schauspielerin gut leiden mag. Falls ihr den Film gesehen habt, umso besser, denn einige Szenen dieses Movies wurden auf der malayischen Insel Langkawi gedreht.
Dafür wurde sogar speziell ein Sommerpalast am Strand von Pantai Kok gebaut. Der schönste Strand ist m.E. jedoch der Tanjung Rhu, allerdings mit einer relativ teuren, dafür aber hässlichen Bungalowanlage.
Mein Aufenthaltsort war der Pantai Cenang, ein recht schöner Strand, der für meine Bedürfnisse alles bot, was ich mir wünschen konnte. Am interessantesten fand ich die kleinen Dotilla-Krabben (s.o.), die bei Ebbe faszinierende Muster mit sezernierten, durchgekauten Sandkügelchen erzeugten. Sie liefen zu tausenden über den Strand und versteckten sich sofort, wenn man näher kam. Man musste für ein Foto oder für genauere Beobachtungen schon recht lange und geduldig still ausharren, bis sie sich wieder blicken ließen.
Je mehr ich mir so die Strände anschaue, desto schöner kann ich mir eigentlich ein Gezeitenaquarium vorstellen, das allerdings aufgrund der benötigten Fläche in einem normalen Wohnraum nur schwerlich zu realisieren sein wird. Doch ich möchte kurz der Reihe nach berichten:
Von Koh Tao aus ging es mit dem Nachtboot bei ruhiger See, aber zeitweise strömendem Regen nach Surat Thani. Man könnte meinen, dass man auf dem Meer alleine sein sollte, aber weit gefehlt. Wirklich hunderte, wenn nicht tausende von Fischerbooten mit einer riesigen, ausladenden, starken Lampenpalette waren unterwegs, um Tintenfische zu fangen.
Anscheinend war gerade Saison und ich würde mich bei der Masse nicht wundern, wenn es bald keine Tintenfische mehr in der Region gibt. Somit hatte ich nicht viel Schlaf und stieg in den Minibus nach Hat Yai, der vollgepfropft mit Touris, Einheimischen und Gepäck eine bequeme Quetschstellung mit den Knien unter dem Kinn erlaubte. Ständig wegen der holperigen Strasse und dem Fahrstil des Fahrers irgendein Gepäckstück vor der Nase, tropfendes Wasser aus dem undichten Dach und den Regenschirm der Koreanerin neben mir in den Rippen konnte ich mich am Zielort endlich ausklappen.
Eigentlich wollte ich nach Satun in den Nationalpark, aber da Songkran, das thailändische Neujahrs- oder auch Wasserfest kurz bevorstand und halb Thailand auf den Beinen war, hängte ich mich in Hat Yai einfach an zwei nette Schweizerinnen und entschloss ich mich dann doch, von Satun aus direkt mit der Fähre nach Malaysia auf die Insel Langkawi zu fahren, ein Entschluss, den ich nicht bereut habe, im Gegenteil!
Nun, die Insel ist natürlich eine Touristeninsel, aber auch besonders für die Malayen, weil die gesamte Insel als zollfreier Bereich gilt. Somit kann man hier billig von Alkohol über Zigaretten bis hin zu Autos und Segeljachten allerlei erwerben. Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen, alles ist recht gut organisiert, sauber (pfui, wie Deutsch) und komfortabel.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass es auf der Insel keine Möglichkeiten gibt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, also keinerlei Bemos, Songthaeows, Pickups o.ä. Da blieb nur immer das - wenn auch billige - Taxi. Keine Alternative für mich, da ein Motorrad für einen Tag genau so viel kostet, wie eine Taxifahrt und somit war es klar, dass ich diesen unabhängigen Weg gewählt habe. Ich habe in wenigen Tagen mit dem wirklich hervorragend funktionierenden Knatterding die ganze Insel erkundet, bin jedoch nicht getaucht, sondern habe dann noch zwei Tage mit Ausflügen, Schatten, Sand und Meer verbracht.
Ein gemeinsames Frühstück mit den allgegenwärtigen, fast immer paarweise auftretenden und rotzfrechen ??? Vögeln.
Auch aquaristisch und tierisch gibt es einiges zu berichten (seht ihr ja schon auf dem Titelbild) und wenn ihr Interesse habt, dann lest doch einfach weiter.
.....weiter >>> Inselerkundung
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