Eine meiner - und sicherlich auch eine eurer Interessen - gilt dem nassen Element. So fuhr ich dann auch den eigentlich recht unbelebten Strassen (Malaysia und speziell Langkawi hat als vornehmlich moslemisches Land m.E. völlig ungerechtfertigterweise unter den Ereignissen des letzten Septembers hauptsächlich im Touristenbereich zu leiden) von einem Wasserfall zum nächsten und musste leider immer nur feststellen, dass sie zu tropfenden Rinnsalen geworden sind. Die schönen, natürlichen Vertiefungen dienen vor allem den Einheimischen als Badeplatz und sind leider dementsprechend verschmutzt.
Der Weg zu diesem Wasserfall (Seven Wells oder Telaga Tujuh) ist recht schweißtreibend; ich bin dann auch noch neben diesem den Berg nach oben gekraxelt, um den schönen Überblick über den Wasserlauf zum Meer zu genießen. Allerdings war das nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was ich im Moment im Tamam Negara an Flüssigkeit verliere ;-)
Vereinzelt konnte ich auch Fische sehen, leider konnte ich sie nicht identifizieren (bin halt zu salzig, hatte weder Netz noch doppelten Boden dabei und außerdem waren sie auch viel zu schnell). In den trüberen Tümpeln waren jedoch höchstens Wasserkäfer und Wasserläufer zu beobachten.
Eine Überraschung bot dann der Weg zurück:
Eine Horde von wilden Affen überquerte geräuschvoll den Weg und ich bin mitten rein geplatzt. Anscheinend sind sie aber Wanderer gewohnt und ich konnte sie lange beobachten, wie sie langsam in die Baumwipfel entschwanden. Die andere auf Langkawi vorkommende, schwarze Affenart (Gibbons) sah ich kurz darauf, allerdings nur im Dämmerlicht des Sekundärdschungels.
Weiter ging es über Plantagenfelder, Durianhaine, vorbei an malayischen Kampungs mit gackernden Hühnern und quakenden Enten, immer wieder Schlaglöchern und den allgegenwärtigen Wasserbüffeln ausweichend bis zum höchsten Gipfel der Insel. Wieder läuft mir eine Horde Affen über den Weg, allerdings sehr schreckhaft und schnell verschwunden, dafür entschädigt mich der geräuschvolle Nashornvogel, der auf dem Titelbild zu erkennen ist.
Der Überblick über die gesamte Inselwelt von dort aus ist wirklich phantastisch und ich kann schon verstehen, warum einige Teile dieses Gebietes und der benachbarten thailändischen Koh Tarutao-Inselgruppe zum marinen Nationalpark erklärt worden sind. Ich werde sicherlich noch im Andamanenmeer tauchen, dies aber erst auf der Rückreise ;-). Ausserdem war ich ja nur wenige Tage auf Langkawi und habe nur eine Spur der Athmosphäre einfangen können.
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