Langkawi gehört zu Kedah Darul Aman, einem Staat von Malaysia. Es wird in diesem Jahr viel Spass geboten werden, denn wir feiern Vistit Kedah Year 2008
Für unsere Überfahrt nach Ko Adang steht der in den Wintermonaten stetig aus nordöstlichen Richtungen wehende Monsun günstig. Etwas Kopfzerbrechen bereitet mir jedoch die Rückkehr. Wenn dann zum Gegenwind noch ungünstige Witterungsbedingungen hinzukommen, könnte einem der Rückweg schnell unmöglich gemacht werden.
Um der Hitze ein wenig zu entgehen, brechen wir mit Sonnenaufgang auf und erreichen nach knapp 4 Stunden das gut 20 km entfernte winzige Eiland Ko Kai. Am Strand, der überwiegend aus Sand bestehenden Insel bauen wir unser Zelt auf. Wer im November und Dezember hierher kommt, kann mit etwas Glück Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachten.
Auch die 20 km Etappe des zweiten Tages der Überfahrt klappt planmässig.
Der von Kokospalmen gesäumte Strand, der uns auf Ko Lipè empfängt, hat durchaus Südseequalität. Einige hundert Meter entfernt stehen ein paar Hütten. Dort leben Chao Le. Die Seezigeuner sind ein Seefahrervolk, das im vorigen Jahrhundert in die Adamanensee zugewandert ist. Sie bilden eine eigene Volksgruppe, die sich von den Thais durch ihre Dunkelhäutigkeit, die eigene Sprache und den eigenen Glauben unterscheidet.
Unsere Ankunft ist nicht unbemerkt geblieben. Drei junge Chao Le kommen herüber, um uns zu begrüssen. Die sprachliche Barriere ist zwar nur schwer zu überwinden, aber uns verbindet die Gemeinsamkeit, mit kleinen Booten das Meer zu befahren. Unsere Überfahrt hierher findet grosse Anerkennung bei den drei erfahrenen Seeleuten. Sie lassen sich genau unsere Boote zeigen. Besonderes Interesse findet die einziehbare Steueranlage. Uns wird auch hier wieder sehr deutlich bewusst, was es bedeutet, mit dem Kajak unterwegs zu sein: Wir sind mehr Reisende als Touristen - die Langsamkeit der Fortbewegung ist für die Qualität des Erlebens mehr Vor- als Nachteil.