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Dritter Tag:
Und schon heißt es wieder Abschied nehmen vom Urwald Sarawaks.
Ein letztes Frühstück im Pelagus Resort,
dann werden wir per Boot nach Kapit gebracht.
Auch unser Guide kommt mit, denn es ist Sonntag und Markt.
Fort Silvia: Unscheinbar, aber
das einzige 'historische'
Gebäude in Kapit
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Wie kann man sich Kapit nun vorstellen? Sicher ist es keine Weltstadt.
An den meisten Tagen ein kleines verschlafenes Provinznest,
in dem man sich kaum länger als ein oder zwei Stunden aufhalten mag.
Immerhin ist hier alles erhältlich, was das Leben angenehm macht.
Auch alle sog. "westlichen" Güter bekommt man hier.
Zum Beispiel Fotoartikel, elektronische Geräte oder CDs.
Natürlich nicht das allerneueste, aber immerhin.
Alles natürlich zu einem utopischen Preis, den nur wenige in der Lage sind zu bezahlen.
Dann ist Kapit das Verwaltungszentrum einer großen, fast menschenleeren Region.
Zu dieser gehören auch das Pelagus Resort und das Langhaus,
das wir besucht haben.
Hier gibt es einen Polizeiposten, hier gibt es Ämter, hier gibt es Schulen.
Auch per Flugzeug ist Kapit zu erreichen,
und auf einem winzigen Straßennetz bewegen sich ein paar Autos.
Diese sind per Schiff hergeschafft worden,
eine Verbindung zu anderen Straßen gibt es nicht.
Und wer auf dem weiteren Weg in den Urwald einen Zwischenstop einlegen muß,
kann hier sogar übernachten, es gibt ein paar Gästehäuser.
An diesem Tag ist Kapit alles andere als verschlafen.
Der an jedem Sonntag stattfindende Markt sorgt dafür,
daß Menschen aus ungezählten Langhäusern der Umgebung hierhergekommen sind,
um einzukaufen oder zu verkaufen.
Diesen Markt und sein reichhaltiges Angebot an Obst und Gemüse
sollte man sich nicht entgehen lassen.
Nach einer offiziellen Statistik verirren sich pro Tag
durchschnittlich zwei westliche Touristen hierher.
Heute sind wir das, und tstaächlich sehen wir nur Einheimische.
Und wenn wir auch nicht mehr als Attraktion angesehen werden,
wie das vor zwanzig Jahren der Fall gewesen wäre,
so nimmt man uns doch wahr.
Nicht wenige erproben ihre Englischkenntnisse mit einem zaghaften "Hello"
und freuen sich über eine Antwort.
Wie üblich in malaysischen Städten gibt es einen chinesischen Tempel in Kapit.
Als einzige Sehenswürdigkeit ist Fort Silvia anzusehen.
Ein Holzbau aus der Zeit des Raja John Brooke.
Ob dieser wirklich verteidigungstüchtig gewesen wäre, scheint ungewiß.
Am interessantesten sind die Wasserstands-Markierungen an dem Gebäude,
die eindrucksvoll zeigen,
daß das Flußbett des Rajang nicht immer so leer wie zur Zeit ist.
Um 12.40 Uhr legt das Schnellboot mit Richtung Sibu ab,
und um 15 Uhr sind wir zurück.
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