Modernität um jeden Preis: Die Staatsmoschee in Kota Kinabalu
Ausgangspunkt ist Kota Kinabalu.
Eine eigentlich uninteressante Stadt von 200.000 Einwohnern.
Wegen der Stadt selbst würde vermutlich auch kein Mensch hierherkommen.
Allerdings verfügt sie über recht gute Fluganbindungen mit Direktflügen
beispielsweise nach Hongkong und Manila oder zu verschiedenen Zielen in
Australien.
Damit ist die im Volksmund nur "KK" genannte Stadt
das Tor zu Malaysias Teilstaat Sabah im Norden
der Insel Borneo und außerdem Ausgangspunkt verschiedener Aktivitäten.
Die Besteigung des Mount Kinabalu ist da sicher nur eine unter vielen.
Zu nennen sind auch die Nationalparks und Dschungelgebiete
mit ihrer Flora und Fauna,
dann aber auch Strände mit vielfältigen Wassersport-Aktivitäten.
Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde das damalige "Jesselton" vor allem in
den 50er und 60er Jahren eilig hochgezogen.
Ende der 60er Jahre ersetzte man den von den Briten stammenden Namen
durch "Kota Kinabalu", wobei eben der Mount Kinabalu Pate stand.
Weitere Wachstumsschübe wie in den 70er Jahren brachten die Stadt auf ihre
heutige Größe.
Fressen oder gefressen werden:
Insekten sind die Lieblingsspeise
der Kannenpflanzen
Aber dieser Stadt kehre ich ja nun für zwei Tage den Rücken zu.
Um 8 Uhr geht es am Busbahnhof los. 5 Mark kostet die Fahrt bis zum Eingang des Mount Kinabalu Nationalparks. Obwohl die Entfernung dorthin gar nicht so groß ist, dauert es zweieinhalb Stunden. Kein Wunder: Es sind etliche Höhenmeter zu überwinden, Serpentinen verlängern die Fahrtstrecke auf ein Vielfaches.
Im Empfangsgebäude sind dann erst einmal eine Menge Zahlungen zu entrichten (siehe Hinweise). Egal ob man alleine oder in einer Gruppe loslaufen möchte, bekommt man einen Guide zugewiesen. Ohne Guide darf man nicht hoch. Da ich also alleine angekommen bin, habe ich meinen Privat-Guide. Leider spricht er sehr schlecht englisch, so daß sich die Unterhaltung auf das nötigste beschränkt. Es soll aber auch welche mit besseren Sprachkenntnissen geben, das ist eben Glückssache.
Die erste Strecke wird noch mit einem Kleinbus zurückgelegt.
An der Power Station in etwa 1900 m Höhe endet die asphaltierte Straße,
von hier geht es nur noch zu Fuß weiter, und hier beginnt also die Wanderung.
Lediglich 8.8 km lang ist der Weg zum Gipfel.
Ein Klacks also, wenn dabei nicht gleichzeitig 2200 Höhenmeter
zu überwinden wären.
Dieses Verhältnis allein zeigt, daß es eigentlich permanent nach oben
gehen muß, es sind extrem steile 8.8 km.