
Viele Stufen führen hinauf
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Zunächst wandern wir durch den Regenwald. Riesen-Farne, ab und zu Palmen oder
Bananenpflanzen zeugen davon.
Tiere trifft man hier nicht so oft. Lediglich Vögel und kleinere Echsen.
Der Weg ist breit genug und gepflegt, wird ja auch regelmäßig benutzt.
Oft gibt es Treppenstufen, teilweise in den Untergrund gehauen,
teilweise sind die Kanten mit Holzbrettern versehen.
Der Guide läuft hinter mir und überläßt mir damit die Tempogestaltung,
das ist angenehm.
Alle 500 m ist eine Holztafel mit Kilometerangabe aufgestellt.
Dann gibt es auch immer wieder überdachte Hütten,
wo man, falls nötig, eine Rast einlegen kann.
Mein Guide läßt mir da alle Freiheiten und drängt mich nicht weiterzugehen.
Das wäre auch wirklich nicht nötig,
schließlich wollen wir die Strecke nicht an einem Tag bewältigen.
Neben den Hütten stehen Wassertanks.
Auf Nachfrage versichert mir der Guide, daß es Trinkwasser ist.
Ich vertraue ihm in dieser Hinsicht.
Denn eine andere Möglichkeit, meine Wasserflasche wieder aufzufüllen,
habe ich sowieso nicht.
Und viel trinken muß man,
da es im unteren Bereich noch recht warm ist und man viel schwitzt.
Die ersten Wanderer kommen uns entgegen.
Sie haben schon alles hinter sich, einige sehen recht kaputt aus.
Und immer wieder überholen wir welche,
die sich vielleicht doch zuviel zugemutet haben.
Ein Spaziergang ist das wirklich nicht.
Langsam ändert sich die Vegetation, die großen Bäume werden weniger.
Links und rechts des Wegs gibt es Kannenpflanzen.
Das sind fleischfressende Pflanzen,
die in ihrer "Kanne" eine klebrige Flüssigkeit haben.
Einmal damit in Berührung gekommen, haben Insekten keine Chance,
davon loszukommen, ertrinken und werden verdaut.

Das Laban Rata Guest House:
Hier kann man sich vor dem
Gipfelsturm nochmal stärken
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Schließlich, wir sind schon auf 3000 m Höhe,
ist die Baumgrenze erreicht, wir finden nur noch niedriges Buschwerk vor.
Damit kommt auch unser Tagesziel in Reichweite,
das Laban Rata Guest House bzw. die umliegenden Hütten.
Nach drei Stunden haben wir sie erreicht und waren damit recht schnell.
Auf etwa 3300 m Höhe befinden wir uns nun.
Und das ist so etwa die Vegetationsgrenze.
Oberhalb gibt es kaum noch Pflanzen, es dominiert der nackte Fels.
Mein Guide verabschiedet sich schon mal von mir,
wir machen für morgen eine Zeit für die Gipfelbesteigung aus.
Mit seinen Kollegen ist er dann doch lieber zusammen,
da gibt es keine Sprachbarriere.
Schade, das wäre eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen,
mehr über Land und Leute zu erfahren.
Aber da kann man nichts machen.
Es ist Mittagszeit, und das Guesthouse bietet hier einige Gerichte an.
Sie sind gar nicht mal übertrieben teuer, am billigsten (wie überall)
die Nudelsuppen und der gebratene Reis.
Auch die Getränkeauswahl ist gut: Kaffee, Tee, Soft Drinks, Bier.
Und der Blick nach unten ist traumhaft.
Was will man mehr?

Geheimnisvoll ziehen die
Wolken vorüber: Der Blick
vom Guesthouse nach unten
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Ein paar Höhenmeter weiter liegt die Gunting Lagadan Hut.
Hier steht mein Bett für die Nacht, und das sehe ich mir jetzt an.
Die Zimmer hier haben jeweils zwei Etagenbetten.
Schlafsäcke und frisch bezogene Kopfkissen sind vorhanden,
es gibt jedoch keine Heizung.
Und wie man hört, soll es hier nachts recht kalt werden.
Eigentlich hatte ich ja damit gerechnet,
an diesem ersten Tag länger unterwegs zu sein.
So hätte man viel langsamer gehen können
und muß nun die Zeit irgendwie "totschlagen".
Langweilig wird es allerdings nicht,
denn es sind ja noch viele andere "Todesmutige" da,
die morgen den Aufstieg wagen wollen.
Gegen 20 Uhr lege ich mich ins Bett.
Die meisten anderen machen es auch so, denn es soll bereits nachts losgehen,
wir wollen den Sonnenaufgang auf dem Gipfel erleben.
Um der Kälte vorzubeugen,
legen sich alle in voller Montur ins Bett,
so gut sind die Schlafsäcke denn doch nicht.
Aber es reicht, wir werden die Nacht wohl ohne Frostbeulen überstehen.
Ein bißchen unbequem ist es im Schlafsack,
aber einmal geht das schon.
.....weiter >>> Gipfelbesteigung
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